Flucht und Vertreibung – ein Geschichtsworkshop

Am 15. November besuchten ein Mitarbeiter und eine Sozialassistentin des Volksbund deutscher Kriegsgräberfürsorge unsere Schule und veranstalteten einen Workshop mit den 10. Klassen.

Am Anfang der Stunde erzählten sie uns einiges über ihre Tätigkeiten und über Kriegsgräberstätten, besonders von der auf dem Friedhof in Gotha.

Anschließend machten wir eine Übung zu der wir vorher als Hausaufgabe herausfinden sollten, in welchen Orten unsere Eltern, Großeltern und Urgroßeltern geboren und aufgewachsen sind. Es wurden uns die vier Himmelsrichtungen vorgegeben, zu denen wir uns jeweils dorthin stellen sollten, wo einer unserer Vorfahren geboren war. Deutlich zu erkennen war, dass die meisten der früheren Generationen aus dem Osten kamen und immer weiter Richtung Westen vertrieben wurden. Nach dieser Aufgabe stellte sich die Frage, aus welchen Gründen wir unser Land verlassen würden. Um diese Frage besser beantworten zu können, half uns die Recherche über Flucht und Vertreibung. Klar ist, dass wir flüchten würden, wenn wir nicht mehr so sein können, wie wir sind, wenn uns Rechte verweigert werden oder sogar unser Freiraum eingegrenzt wird. Jedoch dachten wir nicht, dass beispielsweise Verfolgung aufgrund von Sexualität und Religion anerkannte Fluchtgründe sind. Zum Ende haben wir verschiedene Fälle von Flucht- und Vertreibungsgründen analysiert und als Gruppe zusammengetragen.

Wir haben viel von dem Tag mitgenommen und konnten uns besser vorstellen, wie es den Menschen geht, die Verfolgung und Unterdrückung ausgesetzt sind.

Xenia S. und Josefine A., 10/2, 15.12.19

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