Ein Ort des Grauens – Exkursion der 10. Klassen zur Gedenkstätte Buchenwald

Am 1. März 2019 besuchten wir, die 10. Klassen des Gustav-Freytag-Gymnasiums,  die Gedenkstätte Buchenwald. In dem ehemaligen Konzentrationslager der Nationalsozialisten haben von 1937-1945 über 280.000 politische Gegner, Juden, „Volksfremde“,  wie zum Beispiel Homosexuelle, und Vorbestrafte unter schwierigsten Bedingungen Zwangsarbeit verrichten müssen.

Als erstes wurden uns in einem Einführungsfilm Erfahrungen von Augenzeugen vorgeführt, die das ehemalige KZ Buchenwald überlebt hatten. Auch durch die Zeichnungen einiger ehemaliger Gefangenen haben wir einen ersten Eindruck erhalten können, wie unfassbar schwer das Überleben war. 

Danach ging es dann direkt mit einer zweistündigen Führung weiter. Zuerst haben wir uns den ehemaligen SS-Bereich angesehen, in dem auch teilweise die SS-Männer mit ihrer Familie gelebt haben. In diesem Bereich standen viele Verwaltungsgebäude und sogar ein eigens für die SS-Leute und ihre Familien angelegter Zoo. Dass der Zoo direkt neben dem Häftlingslager war, schien niemand der SS-Männer wirklich gestört zu haben.

Anschließend sind wir dann in den ehemaligen Bereich für die Häftlinge gegangen. Über dem Tor thront einer von vielen Demütigungen der Nationalsozialisten: das Zitat „Jedem das Seine“. Während den stundenlangen Appellen, bei denen die Häftlinge gezählt wurden, konnten sie die Schrift die ganze Zeit über lesen.

Dann haben wir uns ein Modell des gesamten ehemaligen Konzentrationslager Buchenwalds angesehen, bei dem uns allen die Größe des Lagers noch deutlicher bewusst wurde. Um die Gedenkstätte komplett zu besichtigen, hätten wir zwei Tage gebraucht.

Am Ende der Führung haben wir uns eines der wohl schrecklichsten Gebäude angesehen–das Krematorium. In dem Krematorium wurden tausende Leichenvon brutal ermordeten Häftlingenunachtsam verbrannt, nachdem man ihnen sogar ihre Goldzähne herausgebrochen hatte. Es wurde ihnen das letzte Recht eines jeden Menschen genommen – das Recht auf eine ehrenvolle Bestattung. Die Asche, der verbrannten Leichen, wurde in ein ausgehobenes Grab irgendwo in der Nähe des KZ geschüttet. In dem Krematorium stehen heute Urnen, zum Gedenken an die Toten. Ein Ort des Trauerns.

Das Wetter an dem Tag hat zu dem Leben von damals gepasst: Es war kalt, grau und regnerisch. Mit gemischten Gefühlen haben wir die Mahn- und Gedenkstätte Buchenwald verlassen und haben uns auf den Rückweg gemacht.

LK, 06.03.2019

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