„Weltenbrand“ - 100 Jahre Ende des Ersten Weltkriegs

Vor 100 Jahren, im November 1918, endete ein 1914 begonnener Krieg von bislang ungekannter Grausamkeit, welcher als Erster Weltkrieg in die Geschichte eingehen sollte. Dieser Krieg steckte ganz Europa „in Brand“. Aus ihm resultierte der Versailler Vertrag, welcher letztendlich auch den Zweiten Weltkrieg auslöste.

Aus diesem Anlass besuchten wir, die Schüler der 11. Klassen des Gustav-Freytag-Gymnasiums, am 19.09.2018 die Vorführung „Weltenbrand“ in der Friedenstein-Kaserne in Gotha.

Eröffnet wurde die Veranstaltung gegen 14 Uhr durch die Einstiegsrede eines Stabsoffiziers der Gothaer Kaserne.

Bei dem gezeigten Theaterstück handelte es sich um „eine szenische Collage über den Ersten Weltkrieg“, welche auf dem Roman „Heeresbericht“ von Edlef Koeppen aus dem Jahr 1930 basiert.

In den folgenden 90 Minuten stellten die Schauspieler Michael Bideller, Oliver Hermann und Markus Voigt das Schicksal des jungen Soldaten Adolf Reisiger dar.

Reisiger dient als deutscher Soldat an der Westfront in Frankreich. Zunächst meldet er sich freiwillig und voller Euphorie um an der Front zu kämpfen, erlebt dort den Alltag im Schützengraben, gerät in Trommelfeuer, Kavalleriemassaker und Giftgasangriffe, wird schwer verletzt und traumatisiert, kehrt schließlich aber doch freiwillig wieder in den Krieg zurück. Er erlebt das Grauen und die Zerstörungswut des Krieges, den Zerfall jeglicher Moral und erkennt auch die Sinnlosigkeit des Krieges. Als er am Ende seine Meinung über seine Soldatenrolle offen ausspricht und sogar seinen Dienst verweigert, wird er für verrückt erklärt und in eine Psychiatrie eingewiesen.

Das ausgezeichnete Schauspiel wurde durch verschiedene visuelle und akustische Elemente wie Geräusche und Musik, Fotografien, vertonte Gedichte und Zitate u.a. von Heinrich Heine, Thomas Mann und August Stramm, Reden von Kaiser Wilhelm II. oder vorgelesenen Tagebucheinträgen und Briefen unterstützt.

Auch fanden sich im Stück viele Bezüge zu den damaligen historischen Ereignissen, wie zum Beispiel dem Stellungkrieg an der Westfront, dem erstmaligen Einsatz von Giftgas, der damals geführten Materialschlacht oder den entstandenen Mondlandschaften auf den zerstörten Schlachtfeldern.

Nach der Aufführung hatten wir Schüler noch die Möglichkeit, mit den Soldaten und Soldatinnen aus der Kaserne, sowie den Schauspielern ins Gespräch zu kommen und den Nachmittag bei einem Imbiss auf dem Kasernengelände ausklingen zu lassen.

Vivienne M., Klassenstufe 11, 19.10.18

Pressebericht des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge (externer Inhalt).

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